60 Millionen (oder mehr) schwerer Schwiegersohn

Gabriel Bianchi-Strittmatter, Baar, 

pfändet seinen Schwiegervater.

Wie kann es so weit kommen? Lesen Sie weiter. Je mehr man hat, je mehr man will.

Diese Haltung liegt vielfach in der menschlichen Natur


Mit Gerichtsentscheid vom 11.05.2021 wurde die superprovisorische Verfügung aufgehoben. Der Schwiegersohn

wurde zur Bezahlung der Gerichts- und Parteikosten von CHF 5000 verurteilt, seine Klage wurde vollumfänglich abgewiesen. Der Inhalt wurde wieder aufgeschaltet.

Am 28.05.2021 hat der Schwiegersohn das Unternehmen des Schwiegervaters über CHF 50'000.-- grundlos betrieben. Eine grundlose Betreibung verstösst laut Bundesgerichtsbeschluss vom 17.07.2017 gegen Art. 181 (Nötigung) und ist strafbar. Gegen Gabriel Bianchi-Strittmatter wurde Strafanzeige erhoben. Die diesbezügliche Untersuchung führte ins Leere.

Am 17. Juni 2021 wurde durch das Konkursamt Locarno dem Schwiegervater mitgeteilt, dass die Aktien seines Unternehmens nunmehr verkauft werden. So wird der Schwiegersohn bei Gelingen des Verkaufs über eine seiner Gesellschaften in den Besitz des Unternehmens seines Schwiegervaters kommen.

Am 28.06.21 teilte das Konkursamt jedoch mit, dass kein Verkauf stattfindet. Die Mitteilung vom 17. Juni wäre lediglich die Weiterleitung des Verlangens des Schwiegersohns gewesen, werde aber solange die Abzahlungsvereinbarung mit dem Konkursamt eingehalten wird, nicht befolgt.

Am 25. Juni 2021 wurde die Finma über das Bestehen von zwei Strafanzeigen gegen Gabriel Bianchi informiert.

Wie kommt man aus dem nichts zu einem Vermögen von 60 Millionen?

Die Antwort ist einfach. Durch Spekulation. Spekulation ist eine Art von Gier, welche Geld produziert - oder vernichtet. Einer gewinnt, der andere verliert. Kauft ein Spekulant Aktien für 0.60 US cents und verkauft die Aktien dank einer Kurssteigerung zu 12 US $ verdient er x 20 seinen Einsatz = 60 Millionen bei einem Einsatz von 3 Millionen. War der Einsatz ein Darlehen einer Bank? Spielt keine Rolle. Gabriel Bianchi war Banker.

Was passierte bei Gabriel Bianchi? Er kam zu viel Geld dank dieser erwähnten Spekulation. Geschaffen hat er damit nichts. Mein Grossvater bemerkte, als er mit mir in jungen Jahren über meine Zukunft sprach: "Nur Intelligenz, Durchhaltevermögen und Arbeit bringt echtes Vermögen". Er hatte Recht. Mit einer gelungenen Spekulation erschafft man ausser Geld nichts. Durch die gelungene Spekulation erwarb Gabriel Bianchi private Häuser mit einem heutigen Wert von +/- CHF 20-25 Millionen. Arbeiten wurden für die Restaurationen vergeben, also profitierten doch Handwerker von den durch Spekulation erworbenen Gelder. Trotzdem sind die Liegenschaften angeblich mit bis zu 50% durch Hypotheken belastet, was eigentlich bescheiden ist. IHAG gewährte seinerzeit Hypotheken zu günstigen Konditionen.

Das Theater nimmt seinen Fortgang. Der vom Schwiegervater dem Schwiegersohn anvertraute Ford Thunderbird 1955 nimmt der Schwiegersohn nicht nur in Besitz. Vor dem Zuger Kantonalgericht behauptet er, er sei auch der Eigentümer des Wagens. Eine armselige Reaktion eines Multimillionärs innerhalb der eigenen Familie. Die Gier nach Besitz ist ungebrochen und prägt das Leben von Gabriel Bianchi-Strittmatter.

Läuft doch nicht alles rund? Die von Gabriel Bianchi in Roquebrune (F) gebauten und verkaufsbereiten Luxusliegenschaften "Villa Ramingao" werden seit langer Zeit zum Verkauf angeboten. Lenzwerk pries die beiden Liegenschaften mit der Bemerkung an, dass diese im Sommer 2020 bezogen werden können. Ein Flop? Wer weiss. Sie werden heute noch angeboten. Offenbar liegen die Nerven von Gabriel Bianchi-Strittmatter blank. Seine neue Betreibung über CH 100'000.-- vom 12. Dezember 2021 gegen seinen Schwiegervater lässt darauf schliessen.

In Roquebrune munkelt man, dem Schweizer Investor gehe das Geld aus.

Mal sehen, was das Neue Jahr 2022 bringt. Es wäre an meiner Tochter Alexandra als Gattin von Bianchi, diese Querelen zu stoppen. 

Am 25. Januar 2022 verlangte Gabriel Bianchi-Strittmatter beim Bezirksgericht Küssnacht provisorische Rechtsöffnung über CHF 118'135.65. Somit wird ein weiterer Familienprozess eingeleitet.

Wenn man das Vorgehen von Gabriel Bianchi-Strittmatter gegen seinen Schwiegervater beurteilt, kommt der Verdacht auf, dass er mit seinen Schikanen versucht, den Tod seines Schwiegervaters zu provozieren. Da mag er sich jedoch täuschen.

Nun, sein Schwiegervater heisst Strittmatter. Das Geschlecht kommt aus dem Dorf Strittmatt in der Nähe von Waldshut. Die Vorfahren waren Söldner in verschiedenen Armeen. Unter ihnen erkämpfte sich ein Strittmatter die Würde eines Generals. Das Kämpfen liegt dieser Familie im Blut.

Kriege kennen keine Gewinner. Beide Seiten werden zu Verlierern. Ein Beweis ist der Krieg in der Ukraine. Wer gewinnt wohl? Keine der Parteien.

Eigentlich wäre es an Tochter Alexandra - seiner Frau - dafür zu sorgen, dass das unnötige familiäre Bekriegen aufhört. Wenn die biologische Uhr ihres Vaters abläuft, bleibt ihr nur ein schlechtes Gewissen. Oder hat sie es unterwegs verloren?

Mit Entscheid vom 14.03.2022 hat das Bezirksgericht Küssnacht die am 25. Januar 2022 von Gabriel Bianchi-Strittmatter verlangte provisorische Rechtsöffnung gegen seinen Schwiegervater unter Kostenfolge für Bianchi abgelehnt. Schadenfreude herrscht deshalb beim Schwiegervater nicht. Die ganze Geschichte wird als Schande für die Familie empfunden. 

Umsomehr als Tochter Alexandra 2001 ein Legat von CHF 500'000.-- einlöste, welches Sie von ihren Grosseltern nach deren Ableben bei ihrem Vater geltend machte und bekam und Schwiegersohn Bianchi die einzigartige Liegenschaft seines Schwiegervaters in Valbella für CHF 1'900'000.-- käuflich erwarb (die Grosseltern von Tochter Alexandra baten ihren Sohn, dafür zu sorgen, dass die vererbte Liegenschaft in der Familie bleibt). Bianchi baute diese für ca. CHF 1 Mio. um. Die Liegenschaft hat heute einen Wert von ca. 4.5 - 5 Mio. CHF. Somit hatte die Familie Dank dem Schwiegervater von Bianchi einen Wertzuwachs von ca. CHF 2.5 Mio. zu verzeichnen. Als Dank sieht man das Resultat:

BIANCHI-STRITTMATTER'S KRIEG GEGEN SEINEN SCHWIEGERVATER.

Neueste Aktion von Gabriel Bianchi-Strittmatter: Strafanzeige gegen seinen Schwiegervater - wegen "Verfügung mit Beschlag belegten Vermögenswerte (Art. 169 StGB)". Hat der Schwiegervater eine Straftat begangen, indem er über vom Schwiegersohn mit Beschlag belegte Vermögenswerte verfügte? Warten wir die staatsanwältliche Untersuchung ab. Für Bianchi ist zu hoffen, dass er keinen Rohrkrepierer produziert.

Ein freundliches vom Schwiegervater an den Schwiegersohn übermitteltes e-mail mit der Frage, ob nunmehr der Krieg weiterzuführen sei, oder eine einvernehmliche Lösung gefunden werde könnte, blieb vom Schwiegersohn unbeantwortet. So bleiben beide Teile gern gesehene Gäste bei den Anwälten. Eine einverehmliche Lösung wird es nicht geben.

Am 2.05.2022 rief Gabriel Bianchi seinen Schwiegervater an und nannte ihn einen Schwachsinnigen. Da hatte er allerdings recht. Der Verkauf des elterlichen Hauses an ihn war Schwachsinn.

Am 8.06.22 hat das Betreibungsamt Küssnacht eine Betreibung zur Abholung avisiert. CHF 100'000.-- plus Zinsen seit 2013 = CHF 125'000.-- wurden vom Gabriel Bianchi-Strittmatter gefordert. Liebesgrüsse vom Schwiegersohn! Die gleiche Betreibung wurde bereits am 25. Januar 2022 eingeleitet und vom Bezirksgericht Küssnacht am 14.03.22 abgewiesen.

Am 8.06.22 Niederlegen des Mandats der Anwaltin des Schwiegervaters wegen angeblichen gesundheitlichen Problemen. Aber: Gabriel Bianchi-Strittmatter wechselte innerhalb der beauftragten Anwaltskanzlei vom Herrn Anwalt zu einer jungen, unerfahrenen Anwältin. Eine Kollegin der Anwältin des Schwiegervaters? Zwei jungen Damen sollten sich bekämpfen? Sicher nicht. Die Anwältin ist oder war guter Hoffnung. Ist auch ein Grund, nicht mehr zu arbeiten.

Das Finden eines Ersatzanwalts war für den Schwiegervater schwierig, wenn nicht unmöglich. Mal sehen, wie der Krieg weiter geht. Gewinner gibt es wie schon bemerkt, keine. Beide Parteien werden zu Verlierern. Geld und Machtgehaben haben seitdem die Menschheit existiert, schon manche Familien zerstört.

Ein GB Nahestehender hat mit einer Bemerkung wahrscheinlich den Nagel auf den Kopf getroffen. Dies hat Bianchi in einer schwachen Stunde seinem Schwiegervater bestätigt. Er hätte während der Jahre 2010 - 2014 neben verschiedenen "schlechten" Investitionen wie in eine Teigwarenfabrik im Tessin und Investitionen in die Flussschiffahrt verschiedenen Privat- und Geschäftsleuten Darlehen gewährt. Zahlungsausfälle hätten sich angehäuft. Einige liess er in Ruhe, anderen hat er den Krieg erklärt. Eine nicht unverständliche Reaktion. Geldverteilen bringt "Freunde". Geldeintreiben macht sie zu Feinden.

Die vom Betreibungsamt Locarno aufgrund der Pfändung von Bianchi zur Verwertung verlangten Aktien des Unternehmens des Schwiegervaters wurden vom Schwiegervater nicht herausgegeben. Das Betriebungsamt Locarno beauftragte das Betreibungsamt Küssnacht am Rigi mit der Forderung zur Herausgabe der Vermögenswerte. Die Weigerung vom Schwiegervater wurde mit einer Strafanzeige an die Polizei in Küssnacht am Rigi geandet.

In der Folge bekam der Schwiegervater am 19.07.22 um 14.45 Uhr Besuch von der Polizei. Die Sachbearbeiterin nahm ein Protokoll auf, weshalb der Forderung der Herausgabe der Aktien nicht nachgekommen wurde. Die Gründe wurden vom Schwiegervater im Detail erklärt, von der Sachbearbeiterin aufgenommen und das Protokoll wird nunmehr von der Polizei der Staatsanwaltschaft übergeben.

Zu erwähnen ist, dass das Konkursamt Locarno am 8.07.22 dem Konkursamt Küssnacht am Rigi schriftlich mitteilte, dass der Schwiegervater von Bianchi CHF 191 tsd schuldig sei um dann am 15.07.22 das Betreibungsamt Küssnacht am Rigi schriftlich zu informieren, dass die Schulden "nur" CHF 64'000.-- betrugen. Die Korrektur wurde durch das Betreibungsamt Locarno zu Recht gemacht.

Eine Zwischenbemerkung in Sachen eines erlebten Bankenbetrugs. Geschädigter: Karl Strittmatter-Burger und damit auch der Schwiegervater  im Betrage von +/- 25 Millionen CHF. Untersuchungen der zur Aufdeckung des Betruges eingesetzten Polizeibehörden des Kantons Aargau hatten Unterlagen zu Tage gefördert. Diese standen dem Schwiegervater als Geschädigter zur Verfügung. Die u.a. gefundenen e-mails waren sehr aussagekräftig. Die Banker schrieben sich gegenseitig, wie man den Kunden über den Tisch zieht. Details findet der Leser in der Biografie des Schwiegervaters auf Seite 107 seines Buches.

Die untersuchenden Polizeibehörden zeigten den zuständigen Banker der Dokumentenfälschung an. Resultat: Der Staatsanwalt bemerkte vor Gericht, Strittmatter senior sei inzwischen verstorben und dass man mangels Einvernahme der Wahrheit nicht mehr auf den Grund gehen könne. Das Verfahren wurde eingestellt. In der Tat, der 1914 geborene Strittmatter sen. verstarb Ende 1996.

Der Ursprung des Betruges ging von einem Banker ***aus. Er war Mitbesitzer und CEO einer Bank im Kanton Aargau. Die Bank wurde an den SBV verkauft und letzterer wurde von der UBS übernommen.

*** Dr. Clarence Burkhard ex Bank Langenthal, gestorben Dezember 2019 und seinem ex Direktor Heinz Lemp

Die geschiedene Frau vom Banker beschrieb ihren ex-Mann als Verbrecher und zählte Beispiele auf, wie er bei gewissen Kunden vorging. Sie verabschiedete sich mit der Bemerkung, sie werde auf Reisen gehen. Nach ihrer Rückkehr soll sie Selbstmord begangen haben, wie sich ihr nahestehende Bekannte äusserten. Teile des Vermögens der Familie Strittmatter dürften den Weg an die Erben des Bankers finden oder gefunden haben.

Was hat dies alles mit dem Schwiegersohn zu tun? Eigentlich vieles. Auch er war Banker. Sicher sind nicht alle Banker schlecht. Ausnahmen gibt es auch in dieser Branche. Interessant ist, wie tüchtig Bankchefs sind. Tidjane Thiam hat bei seinem Abgang bei der CS - je nach Aussage der Presse - nur 16 oder sogar 30 Mio. CHF abkassiert. Die Aktionäre der CS werden sich nunmehr über die Abgangsentschädigung des Nachfolgers von Thiam ärgern. Vor allem, wenn Verluste von x 100 Millionen ausgewiesen werden müssen.

Das Unternehmen des Schwiegervaters ist durch die Aktionen von Gabriel Bianchi-Strittmatter in der Geschäftstätigkeit nicht nur eingeschränkt, diese ist unterbrochen. Wer zahlt nun erhaltene Kredite zurück? Gabriel Bianchi-Strittmatter als faktisches Organ der AG? Wenn die Geschäftstätigkeit nicht weitergeführt werden kann, werden Werte von CHF 0.5 Mio. bis CHF 1 Mio. zerstört. Eigentlich ein unbedeutender Betrag, wenn man die Verluste der Banken und deren Aktionäre in Betracht zieht.

Die Aktionäre des Unternehmens des Schwiegervaters würden einen Totalverlust erleiden.

Kommt es so weit, wird sich wahrscheinlich ein zuständiger Staatsanwalt zur gegebenen Zeit mit dem Fall befassen müssen. Die Fortsetzung kann eine Strafuntersuchung gegen Bianchi wegen Vermögenschädigung sein. Das StGB umschreibt das Strafmass deutlich. Das wird ihn sicher nicht stark stören.

Die nächste Schikane: Ein Zahlungsbefehl vom Schwiegersohn über CHF 1'000.-- und vom Schwiegervater am 9.08.22 entgegengenommen. Für was? Wird sich weisen.

Der Schwiegervater ist inzwischen im 85zigsten Lebensjahr. Eigentlich bleibt nur eine Frage offen: wie kann seine Tochter dieses Spiel zulassen? Und doch, die Antwort liegt in der Vergangenheit. Bereits im Jahr 1999 versuchte sie ihren Vater zu enterben. Ihr Anwalt war damals der Bruder von Gabriel Bianchi, Silvio Bianchi, Chur.

Aufgrund der am 8.06.2022 zugestellten Betreibungsurkunde verlangt der von Gabriel Bianchi beauftragte RA Kuhn vom Gericht die Aufhebung des Rechtsvorschlags im Betrage von  CHF 125'064.75. Die Rechtsschrift von RA Kuhn und die Klageantwort des Schwiegervaters oder seines Anwalts wird durch den Entscheid des zuständigen Gerichts in diesem Rechtsstreit Klärung bringen.

Offenbar hat Schwiegersohn Gabriel nicht nur Freunde. Eine Person unterbreitete dem Schwiegervater den Vorschlag, einen Prozess für die Geltendmachung des durch Gabriel Bianchi mit seinen Aktionen angerichteten Schaden zu finanzieren.  Vorerst werden die Prozesschancen beurteilt, es wäre eine Freude für die Anwälte....

Vom Betreibungsamt Baar wird der Schwiegersohn eine erste Betreibung zugestellt bekommen.

Protokoll der Sitzung vom 8.09.22 bei Kantonsgericht Zug in Sachen  Eigentum Ford Thunderbird 1955

Vorbemerkung:

Mit Entscheid vom 4.05.22 wurde Bianchi aufgefordert, dem Gericht innert 10 Tagen folgende Urkunden in je einem Exemplar für das Gericht und jede Gegenpartei einzureichen.: Verzollungsunterlagen, Manual, Benzinbüchlein, Aktueller Fahrzeugausweis. Wurde diese Aufforderung respektiert?

Einvernahme der Parteien durch Richterin lic. iur.  D. Panico Peyer

Anwesend: Gabriel Bianchi, RA Kuhn und Herbert Strittmatter, RA Jeker

Vor der Einvernahme wurde RA Jeker darauf aufmerksam gemacht, dass zwei Aussagen von RA Kuhn in seiner Rechtsschrift eine besondere Wichtigkeit hätten. 

RA Jeker meinte nach der Sitzung, die ihm erwähnte Interpretation betreffend die zwei Aussagen von RA Kuhn sei unrichtig. 

Er bemängelte jedoch die Haltung der Richterin Panico Peyer. Nach der Einvernahme der Parteien hat sie in Anwesenheit der Gegenpartei folgendes bemerkt: «Herr Strittmatter, überlegen sie sich, ob sie die Klage nicht zurückziehen möchten. Ein Prozess bringt ihnen vor allem Kosten». Sie zeigte damit den möglichen Prozessausgang den Parteien an. Mit anderen Worten, die Gegenpartei würde obsiegen.

Ein Verhalten, welches in Anwesenheit des Klägers verständlich gewesen wäre, aber nicht bei Anwesenheit der Beklagten. Hatte sich die Richterin die Mühe genommen, die Rechtsschriften durchzulesen?  Wird auch dieser Fall eine Freude für Rechtsanwälte?

Leider waren die Aufnahmegeräte anlässlich der erwähnten Bemerkung von Richterin lic. iur. D. Panico Peyer bereits abgeschaltet. Eigentümlich, oder nicht?

Es folgen weitere rechtliche Auseinandersetzungen. Wie lange hält ein älterer Mensch dem Druck stand? Fragt er sich nach dem Sinn des Lebens? Den gegen ihn vorgehende Rechtsanwalt im Auftrag des Schwiegersohns dürfte dies nicht interessieren. Er wird per Stunde bezahlt und solange der Rubel rollt, versucht er pflichtgemäss zu zerstören. Im Buch "Dallas in Switzerland" ist zweifelhaftes Verhalten von Anwälten und Richtern zur Genüge beschrieben. Sicher gehören nicht alle in den gleichen Topf. Schwarze Schafe gibt es in jeder Berufsgattung.

VRS versucht der Schwiegersohn mit seinen Anwälten zu zerstören. Gelingt es ihm, würde ihm das Ende einer guten und nachhaltigen Idee für die Verwertung von Bioabfällen nur Genugtuung bringen. Das wäre schon etwas. Gelingen wird es hoffentlich nicht. 

Sollte  Bianchi das Zerstören von VRS doch gelingen, würde gegen ihn eine Klage in Millionenhöhe eingereicht.  Dann kann für ihn nur gehofft werden, dass bei keiner seiner Gesellschaften Unregelmässigkeiten oder unzulässige Geschäfte aufgedeckt werden. Wie schon erwähnt, hat Bianchi nicht nur Freunde.

Was wird im verbotenen Thomas Evangelium im 3. Teil erwähnt: "Der ganze materielle Besitz nützt Dir rein gar nichts. Wenn Du stirbst, stehst Du mit leeren Händen da. Auch Gott hast Du nicht gefunden. Weil Du dem Geld nachgerannt bist" 

Aber die Erben wird es freuen. 

Und weiter: "Glücklich dürfen sich die Menschen schätzen, welche grundlos gehasst, verfolgt und schickaniert werden. Die Menschen werden jenem geplagten Menschen nicht nachfolgen können. Sie werden keine Ruhe finden denn sie schneiden sich selbst ins eigene Fleisch. Wer sie jedoch bestrafen wird ist nicht Gott, sondern ihr Herr, der Teufel".

Nun, die biologische Uhr tickt beim Schwiegervater. Die Gesundheit lässt immer mehr zu wünschen übrig. Das Alter meldet sich in Riesenschritten. 

Bald wird es heissen, good by everybody.


Stand 17.10.2022






 

Im Jahr 2001 prozessierten drei Töchter aus zwei Ehen gegen ihren Vater und versuchten ihn zu enterben. Sie zwangen ihn zur Auszahlung von Legaten in der Höhe von 1.5 Mio. Schweizerfranken. Auslöser war ein Vertrag, welcher die Demenz der Eltern - also der Grosseltern der Töchter - zum Zeitpunkt des Erstellens eines Erbvertrages bestätigte. Die Auszahlung der Legate wurde jedoch beibehalten. Die Legate wurden ausbezahlt. Nur so konnte ein Prozess in Sachen Enterbung Vaters vermieden werden.

Im Moment prüfen Anwälte, wie weit in diesem Fall die in der Schweiz vorgesehene Verjährung von 30 Jahren anwendbar ist. Aufgrund der erzwungenen Auszahlung könnten die Legate allenfalls rückgängig gemacht werden.

Querelen mit dem Schwiegersohn führten zu seiner Betreibung über CHF 95'000.-- gegen seinen Schwiegervater. Durch verschiedene Umstände - u.a. einer Herzoperation im Dezember 2020 - hinderten den Schwiegervater, sich zeitnah gegen die Betreibung zur Wehr zu setzen. Als Resultat pfändete der Schwiegersohn seinen Schwiegervater.

Die vom Schwiegervater veröffentlichte Biografie "Dallas in Switzerland" fasst den Kampf gegen Anwälte, Banken und Justiz, aber auch die Familiengeschichte in lesenswerter Art und Weise zusammen. Eine Lehre für jeden Unternehmer.

Dank dem vor 20 Jahren ausbezahlten Legat an die Tochter des Buchautors wurde dem Schwiegersohn zweifellos das Selbständig werden als Vermögensverwalter erleichtert. Alle Achtung vor diesem Schwiegersohn! Er hat sich durch seine Tüchtigkeit ein Vermögen geschafft. An Ethik hat er nicht gewonnen.

Das Buch "Dallas in Switzerland" ist in jeder Buchhandlung erhältlich. Bezugsquelle: Buchzentrum CH 4614 Hägendorf.

Aber nun zurück zum Schwiegersohn und der Erklärung des Schwiegervaters und Buchautors.

Am 18. Januar 1999 verstarb meine Mutter. Damit wurde ich zum Alleinerben und Besitzer des Inventars.

Was ich nach dem Tod meiner Mutter nicht erwartete, war das gerichtliche Blockieren der Erbschaft durch meine Kinder. Damit aber nicht genug. Meine Kinder - drei Töchter, wovon zwei noch minderjährig und von ihrer Mutter vertreten - versuchten mich aufgrund des im Erbvertrag vom 29. August 1996 festgelegten Erbvorbezugs zu enterben.

Dieser Schock sass tief. Die Kinder hatten theoretisch ein Recht, ihre von meinen Eltern vertraglich ausgesetzten Legate über je Fr. 500'000.- zu erhalten. Diese Legate standen zur Diskussion. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, das Geld dafür zu organisieren. Ein etwas schwieriges Unterfangen, in meiner damaligen Situation.

Die versuchte Enterbung des eigenen Vaters war und bleibt für mich unvergesslich. Der Urheber war mein Schwiegersohn oder die Tochter selbst.

Der Bruder meines Schwiegersohns war und ist heute noch Anwalt in Chur. Dr. Silvio Bianchi hatte das entsprechende von meiner Tochter Alexandra (die Schwester meiner verstorbenen Tochter Caroline) erteilte Mandat inne. Die zwei minderjährigen Kinder von meiner zweiten Frau, Isabelle und Melinda, wussten kaum was geschah. Sie waren durch ihre Mutter vertreten.

Der Schwiegersohn hat nicht nur mit seinem Schwiegervater Streit.

  • Mit seinem Bruder Dr. Silvio Bianchi hängt der Hausfriede schief.
  • Sein während über 17 Jahre bei ihm tätig gewesene Assistent beklagt sich nach seinem Abgang über das unkorrekte Benehmen.
  • Eine durch den Schwiegersohn organisierte Übernahme eines VR Mandats brachte dem Assistenten eine Millionen schwere Verantwortlichkeitsklage ein.
  • Der Schwiegersohn war faktisches Organ jener Gesellschaft. Er lässt die Verantwortung an seinem Assistenten hängen.
  • Hoffen kann er, dass sein ehemaliger Assistent die angewendeten Tricks während der Tätigkeit als Vermögensverwalter für sich behält.
  • Er ist aktiv bei
  • Bianchi & Partner Vermögensverwaltung AG
  • Hölzliwisen Immobilien AG
  • Gransea Beteiligungs GmbH
  • Cytoj AG
  • Polycontact AG
  • Rennweg AG
  • Venag AG
  • Platform Partner GmbH
  • BiaFin AG
  • IPERLA AG
  • Charlotte und Nelly Dornacher Stiftung
  • Markus Looser Stiftung
  • Zur Flora GmbH
  • immoBIG Management AG
  • Montana Capital Partners AG

in verschiedenen Gesellschaften als Liquidator. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Reaktionen nach der Veröffentlichung der Internet Seite

e-mail vom 14.04.21 von RA Stefan Kuhn Baar

" Schliesslich fordere ich Sie hiermit auf, die von Ihnen aufgeschaltete Homepage www.gabbianchibaar.ch mit rufschädigen Äusserungen gegenüber meinem Klienten und seiner Ehefrau (Ihrer Tochter!) unverzüglich bzw. noch heute zu deaktivieren, für Dritte unzugänglich zu machen sowie sämtliche rufschädigen Ausführungen unwiderruflich zu löschen. In jedem Fall behält sich unser Klient rechtliche Schritte ausdrücklich vor. " DEUTSCHE SPRACHE SCHWERE SPRACHE..." (Anmerkung von HAS)

Vorladung vor den Friedensrichter in Baar : 20.04.2021 14.15 Uhr. Anwesend: Gabriel Bianchi-Strittmatter, RA Stefan Kuhn, Herbert A. Strittmatter und Friedensrichter Bedognetti. Thema: Ford Thunderbird 1955 - Herausgabe oder Bezahlung des Wagens welcher sich bei Gabriel Bianchi in der Garage in Ascona befindet. Ausser gegenseitigen Anschuldigungen und Gehässigkeiten hat sich nichts getan. Der Anwalt verlangte 1x mehr das Löschen dieser Webseite.

Superprovisorische Verfügung vom 16.04.21: Auf gerichtliches Verlangen des Schwiegersohns muss die Webseite eingestellt werden. Sie wird nunmehr abgeschaltet. 

Mit Gerichtsentscheid vom 11.05.21 wurde die superprovisorische Verfügung aufgehoben. Die Seite ist wieder aufgeschaltet.

Das Bild der Gerichtsurkunde Kinder gegen Vater werde ich bis an mein Lebensende nie vergessen.

Alexandra heiratete Gabriel Bianchi. Ein sympatischer junger Banker, der seine eigene Vermögensverwaltung erfolgreich aufbaute. Zur Hochzeit wurde ich nicht eingeladen. Die Geburt des ersten Kindes erfuhr ich durch Zufall bei einem Besuch meiner dementen Mutter im Altersheim Gnadental. Ein Bild eines Babys klebte an der Zimmerwand. Es war die erstgeborene Olivia.

Der Erbvertrag vom 29. August 1996 wurde trotz Demenz der beiden Eltern erstellt und unterschrieben. Die Demenz der beiden Elternteile bestätigte im Auftrag des Anwalts Dr. Silvio Bianchi der in Baden ansässige und eingesetzte Anwalt Moser. Der Erbvertrag wurde nichtig erklärt, ausser den ausgesetzten Fr. 1.5 Millionen. Im Strafgesetzt heisst dies «Erpressung». Um den Prozess einer Enterbung zu umgehen war ich gezwungen, diesen Deal einzugehen.

Ein Herr Rüegger (ehemaliger Nachbar meiner Eltern) bestätigt in einem Brief, dass er als Zeuge den Erbvertrag unterschrieb. Er bestätigte mit seiner Unterschrift, dass meine Eltern im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte waren, trotzdem er genau wusste, in welchem Zustand meine Mutter war.

Wie im Buch erwähnt, das Resultat meiner Strafanzeige überlebte das Ehepaar nicht. Herr Rüegger erschoss seine Frau und sich selbst.

Alexandra wurde ihr Anteil ausbezahlt. Isabelle und Melinda hatten Anrecht auf die Legate nach Erreichen des 21. Altersjahrs. Als Garantie erhielten die beiden Schuldbriefe auf die Liegenschaft der Eltern.

Was machten sie, resp. deren Vertreter? Sie verwerteten die Schuldbriefe vor ihrem 21. Geburtstag. Die Liegenschaft meiner Eltern wurde verkauft und das Geld verteilt.

Das Leben ging weiter.

Eine Wiese neben meinem Haus in Valbella war Teil des Grundstücks. Niemand realisierte von meinen lieben Verwandten, dass es sich um Bauland handelte.

Mit einem in Lenzerheide ansässigen Immobilienmakler ging ich eine Zusammenarbeit ein. Wir gründeten eine Aktiengesellschaft mit Anteilen von 49% für Beat Bläsi - dem Immobilienmakler - und 51% für mich. Die Gesellschaft  kaufte das Bauland.

Eines schönen Tages rief mich Bläsi an und informierte mich, dass sich eine Dame mit zwei Töchtern bei ihm meldete und mein Haus in Valbella anschauen wollte. Wer war das wohl? Es handelte sich um meine Tochter Alexandra.

Nach kurzer Überlegung sagte ich zu. Ich traf diese für mich unbekannte Familie an einem Samstagnachmittag in Valbella. Die Begegnung - im Jahr 2008 - war anfänglich für beide Teile mühsam. Die beiden Kinder sahen einen fremden Mann, der offenbar ihr Grossvater war. In ihren Gesichtern war mehr Schreck als Freude zu sehen.

Mein Schwiegersohn Gabriel Bianchi unterbreitete mir einen Vorschlag für den Hauskauf. Es ging nicht nur um den Verkauf der Liegenschaft. Es ging auch darum, die familiäre Situation wieder ins Lot zu bringen. Aus der Sicht beider Parteien war es ein Versuch wert. Zudem baten mich meine Eltern dafür zu sorgen, dass das Haus im Besitz der Familie blieb.

Der Verkauf wurde abgewickelt und Gabriel war der neue Hausbesitzer. In der Folge baute er das Haus aus und investierte +/- Fr. 2 Mio. Mich irritierte die Anzahl seiner privaten Häuser. Erwähnt sei die Liegenschaft in Baar und die Liegenschaft in Ascona. Allein die Liegenschaft in Ascona verschlang Kosten in der Grössenordnung von +/- Fr. 9 Mio. Selbst bei einem Vermögen von 50 - 60 Mio. Franken - sind diese Liegenschaften langfristig gesehen ein Risiko. Obwohl ich Gabriel als sehr intelligent einschätze - ist diese Konstellation ungesund. Privatliegenschaften welche 1/3 des Vermögens ausmachen und nur Kosten mit sich bringen, können gefährlich werden. In der Eidgenossenschaft gibt es viele Neidgenossen. Diese warten auf Abstürze erfolgreicher Unternehmer. Seine Gier nach Besitz wird ihn eines Tages teuer zu stehen kommen.

Auf der ehemaligen Kuhweide bauten wir elf Luxuswohnungen. Wir hatten Glück - der Verkauf lief gut und das Geld floss. Leider in die falsche Richtung. Aus räumlichen Gründen erteilte ich Beat Bläsi die Einzelunterschrift bei der Bank. Resultat: er tischte bei der Bündner Kantonalbank ohne mein Einverständnis über Fr. 800'000.- ab. So brach der Krieg zwischen uns aus. Er endete mit der Liquidation der Gesellschaft. Vor dem zuständigen Gericht in Alvaneu (Graubünden) hatte ich keine Chance zu obsiegen. Bündner werden geschützt. Meine beiden in das Geschäft involvierten Gesellschaften musste ich als Folge ebenfalls liquidieren. Ich hatte einmal mehr den falschen Geschäftspartner gewählt.

Gabriel tätigte mit Beat Bläsi ebenfalls ein Immobiliengeschäft. Auch er wurde von ihm laut seiner Aussage über den Tisch gezogen, wie man so schön sagt.

Ich versuchte, mit der Familie Gabriel und Alexandra Bianchi-Strittmatter ein geordnetes Verhältnis aufzubauen. Für mich war es schwierig. Die Vergangenheit konnte ich nicht vergessen. Das Bild der Gerichtsurkunde anlässlich der versuchten Enterbung war präsent.

Im Zusammenhang mit dem durch Beat Bläsi verursachten Debakel brauchte ich Liquidität. Gabriel half mir aus der Patsche. Als Gegenleistung unterschrieb ich einen Darlehensvertrag.  

2012 mietete ich eine Wohnung in Muralto (Südschweiz). Gabriel Bianchi offerierte mir, meinen Ford Thunderbird bei ihm in der Garage seiner Villa einzustellen. Ich hing an diesem 1971 von einem Freund gekauften Wagen, welchen ich hegte und pflegte. Unsere Abmachung war, ich zitiere Gabriels Worte: «Den Wagen stelle ich mit meinen anderen Oldtimern in die Garage im Haus Ascona. Ich werde Dir die Garagenschlüssel übergeben und zeige Dir, wo Du die für die Oldtimer bestimmten Schilder findest. Du hast jederzeit Zutritt.»

Ich sah den Wagen nie wieder. Vom Garagenzutritt keine Spur. So geschehen ab 2012. Ich hielt mich nicht dafür, zu betteln. Mir war klar, meine Tochter rebellierte und verhinderte den Zutritt.

Die Negativspirale begann sich zu drehen.

Dazwischen ereignete sich folgendes:

Die ehemalige Wohnung meines verstorbenen Vaters in Baden übernahm ich als Erbe meiner Mutter. Die Geliebte meines Vaters - Susanne Elsinger - erkämpfte sich mit Hilfe des Anwalts Stephani und Notar Gräni die Nutzniessung. Die Wohnung war so unverkäuflich. Susanne Elsinger versuchte vor dem Tod meines Vaters in den Besitz der freien, aber existierenden Schuldbriefe im Betrag von Fr. 500'000.- zu gelangen. Es gelang ihr nicht. Die Schuldbriefe landeten bei mir.

Diese benutzte ich für die Abdeckung eines Kredites. Über den Kreditgeber wurde wegen unerlaubten Aktienverkäufen von der Finma der Konkurs ausgesprochen. Die Schuldbriefe verschwanden und waren nicht auffindbar.

Die von mir eingeleitete Mortifikationsklage brachte die Schuldbriefe nicht ans Licht. Vom zuständigen Gericht wurden die Schuldbriefe ungültig erklärt. Der Weg zum Verkauf der Wohnung war damit frei.

Wie kam ich in die Wohnung? Ich rief die Einwohnerkontrolle in Baden an. Auf meine Frage, wer dort wohne, erhielt ich die Antwort es sei niemand gemeldet. Ich liess mich mit der Polizei verbinden. Der zuständige Polizist meinte zur erklärten Lage: «lassen sie einen Schlüsselservice kommen und gehen sie in die Wohnung». Das tat ich. Die Schlüssel wurden ausgewechselt. Aber die Wohnung war bewohnt. Ich avisierte unverzüglich die Polizei. Zu Dritt kamen sie und stellten fest, die Wohnung wird bewohnt.

In der Folge wurde ich von Susanne Elsinger wegen Hausfriedensbruch angezeigt und vom Bezirksgericht Baden verurteilt. Mit Richter Rüegg hatte ich das zweite Mal das Vergnügen. Die erste Begegnung fand vor Bezirksgericht Baden am 11.12.2001 statt. Oberrichter Hunziker erklärte auf meine Frage damals, ob er im Milieu verkehre entsetzt, er verkehre nicht im Milieu. Ich wusste jedoch, dass er mit zwei Oberrichterkollegen und dem Bezirksgerichtspräsidenten Thomas Müller in einem Bordell in Feusisberg verkehrte. Strafmass wäre: bis fünf Jahre Knast für Falschaussage (Details findet der Leser im Buch "Dallas in Switzerland")

Den Verkaufserlös der Wohnung konnte ich u.a. für die Rückführung des von Gabriel erhaltenen Kredites in Anspruch nehmen. Die Wohnung hatte einen Wert - wenn sie frei von der Nutzniessung ist - von +/- Fr. 800'000.--. Susanne Elsinger's Jahrgang war 1941.

Meine mehrmaligen schriftlichen Versuche, den Namen von Gabriel's Gesellschaft welche die Liegenschaft übernehmen wollte von Gabriel zu erhalten, blieben unbeantwortet. Ich bot Gabriel Bianchi die Möglichkeit, sein Darlehen auf über den Kauf der Wohnung abzugelten. Seine spätere Entschuldigung, er hätte im Moment andere Prioritäten, akzeptierte ich nicht.

Ich schrieb die Wohnung mit der Bemerkung der Nutzniessung als Servitut zum Verkauf aus. Es meldeten sich Dutzende von Interessenten. Die meisten wussten nicht, was eine Nutzniessung bedeutete.

Bis auf einen. Er besuchte mich und wollte die Wohnung kaufen. Meine Bemerkung, man könne die Wohnung nicht besichtigen, da die Dame mit der Nutzniessung sich quer legte beeindruckte ihn nicht.

Die Bemerkung, seine Lebenspartnerin hätte im selben Haus gearbeitet und sei in der Wohnung jeweils zu einem Kaffee bei meinem Vater eingeladen gewesen, erklärte den Grund. Er kannte indirekt die Wohnung. Die Verkaufsabwicklung ging schnell über die Bühne. Der Preis lag weit unter dem Marktpreis. Mit dieser Nutzniessung behaftet, konnte ich nicht mehr erwarten.

Gabriel teilte ich mit, dass die Wohnung nunmehr verkauft sei. Sie hätte zur Tilgung seiner Ausstände gedient. Richtig wäre gewesen, dass entweder der Tod von Susanne Elsinger abgewartet werden musste oder die Nutzniessung zurück zu kaufen war. Dann wäre die Wohnung wieder die Fr. 800'000.- oder mehr wert gewesen. 1 1/2 Jahre nach dem Verkauf starb die Nutzniesserin Susanne Elsinger. Der Käufer der Wohnung machte wohl das Geschäft seines Lebens.

Ich hatte mich über 1 ½ Jahre bemüht, die Wohnung für Gabriel frei zu bekommen, um mir dann sagen zu lassen, er hätte andere Prioritäten. Zudem vergass ich die «Erpressung» der Fr. 500'000.-- nicht. Man erklärte damals den Erbvertrag für ungültig, da die Eltern dement waren, mit der Ausnahme der Legate über 1.5 Millionen Franken (siehe den Wortlaut der Vereinbarung im Buch "Dallas in Switzerland").

In der Folge betrieb mich Gabriel für Fr. 95'000.--. Die Zukunft wird zeigen, was aus dieser Betreibung wird.

Somit sind wir mit der familiären Beziehung wieder im Jahr 2000. Den Versuch, mich zu enterben, kann und werde ich nie vergessen.

Der Verzicht auf den Kontakt mit meinem Nachwuchs ist traurig und fällt mir schwer.

Weder Isabelle noch Melinda - beide aus zweiter Ehe - meldeten sich in den letzten 18 Jahren.

Meine beiden Enkelkinder, Olivia und Nina, die Kinder von Gabriel und Alexandra hören nur eine Seite. Vielleicht werden sie eines Tages das Buch lesen. Dann sehen sie auch den Ursprung des Zerwürfnisses. Oder noch besser, vielleicht denken sie eines Tages, dass sie auch einen Grossvater haben und melden sich.

Herbert A. Strittmatter

meine Biografie

"Dallas in Switzerland" mein Kampf gegen Anwälte, Banken und die Justiz im Allgemeinen.

Nach dem Konkurs meiner Firmen, sie fielen alle dem Dominoeffekt, welcher der Konkurs von Ziwag, meiner Futtermittelfirma und der Sport- und Freizeitanlagen auslöste, zum Opfer, stand ich vor dem Nichts. Ich hatte leider privat nicht vorgesorgt. Warum auch? Neben meinen Unternehmen hatte ich als einziger direkter Nachkomme eine grosse Anwartschaft von meinen Eltern zu erwarten. Mit Leuten wie Banker Burkhard, Anwalt Stephani und Konsorten rechnete ich nicht. Diese Einstellung rächte sich.

Von meiner ersten Frau Marianne trennte ich mich mit 40 Jahren. Die Scheidung verlief in Minne. Leid taten mir damals die zwei Töchter, Caroline und Alexandra. Caroline starb vier Jahre nach der Scheidung durch einen jungen Raser. Als Fussgängerin überlebte sie den Zusammenprall mit dem Auto nicht. Ein schwerer Verlust  für die Eltern.

Die zweite Ehe mit Christine scheiterte ebenso. Verschiedene Ereignisse liessen nur eines zu: eine Scheidung. Sie wurde von Christine in die Wege geleitet. Wieder zwei Kinder, Isabelle und Melinda, die ohne Vater aufwachsen mussten.

Dann lernte ich Barbara kennen. Wir verliebten uns und heirateten in Reno. Der Anruf an das dortige Amt vergesse ich nie «you have to be seventeen and it costs you thirty dollars». Die Jahre hatten wir und die dreissig Dollar ebenso. Auch diese Ehe hielt nur zehn Jahre. Die nicht endenden Probleme aufgrund der Konkurse meiner Firmen liess die glücklichen Jahre vergessen. Wir trennten uns. 2020 trafen wir uns wieder. Über die Vergangenheit konnten wir lachen und freuten uns über die neue Freundschaft. 

Das finanzielle «out» war damals schrecklich. Ich war nicht mehr in der Lage, die Alimente zu bezahlen. Meine ex Frau Barbara kam dafür auf. Ich war nicht mehr in der Lage, meinen Unterhalt zu bezahlen. Meine ex Frau kam dafür auf. Meine ex Frau Barbara kam für alles auf. Bis meine Kinder aus zweiter Ehe mich als Verbrecher betitelten. Da war es aus mit Zahlen. Christine, meine zweite Frau, klagte. Die Klage endete in einem typischen Thomas-Müller-Bezirksgerichtsurteil: drei Monate Gefängnis unbedingt für mich (das Urteil wurde nie vollstreckt und wurde vom Obergericht korrigiert). Wenn Christine glaubte, nun käme Geld, täuschte sie sich. Mein beruflicher Wiederaufstieg wurde nur verzögert; negative Zeitungsartikel trugen das ihrige dazu bei. Nun musste sie noch länger auf ihr Geld warten. 

Sämtliche Feststellungen, sofern nicht durch entsprechende Unterlagen im Buch "Dallas in Switzerland" bewiesen, basieren auf Indizien. Sie dienen dazu, die Wahrheit und Verbrechen aufzudecken. Das Übereinstimmen von Namen mit lebenden Personen ist nicht zufällig, es ist gewollt. Es geht nicht an, dass tatsächlich geschehene, kriminelle Ereignisse in der geschilderten Art in der Versenkung verschwinden. Die rechtlichen Ausführungen mögen der Kontrolle eines Juristen nicht vollumfänglich standhalten. Sie erheben weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf die richtige Interpretation des Rechts. Sie basieren ausschliesslich auf meinem eigenen Rechtsempfinden, gepaart mit dem Beizug entsprechender Gesetzesbücher und bereits existierender Urteile in ähnlichen Fällen. Diesbezüglich muss beachtet werden, dass ich aufgrund fehlender Mittel gezwungen war, sämtliche Klagen und Beschwerden selbst zu redigieren.

Ich wurde schon manchmal gefragt, wie ich mich fühle, woher ich die Kraft für den Kampf hernehme. Sicher braucht es für diese Art von Kampf die nötige Moral einerseits, anderseits die Überzeugung, es sei wirklich Unrecht geschehen. Vor allem bin ich es meinem Vater schuldig, die fast unglaublich anmutenden, durch Banken, einen sogenannten Staranwalt, einen Arzt und die langjährige Geliebte meines Vaters vorgenommenen Handlungen nicht auf sich beruhen zu lassen. Zu viele ähnliche Fälle, sicher nicht so komplexe, verschwinden in der Versenkung. Dieser Fall wird nicht in Vergessenheit geraten. Zudem benutze ich die Gelegenheit, die zum Teil unsinnigen Presseberichte in Zusammenhang mit diesem Fall ins richtige Licht zu rücken. Den Tatsachen nachzugehen, ist nicht unbedingt die Stärke aller Journalisten.

Ich hatte mit einem Brief an gegen hundert Mitglieder des Grossen Rates des Kantons Aargau versucht, die Aufmerksamkeit der Regierung auf die geschilderten Ereignisse zu lenken, sofern dies in einem Brief möglich ist. Wie interessiert die Legislative an den Unregelmässigkeiten ist, zeigt sich durch die Tatsache, dass nicht ein einziges Mitglied eine Antwort oder Abklärung für notwendig fand. Wie kann in diesem Fall die Exekutive effizienter und korrekter sein? Die Lektüre dieses Buches nach «Dallas in Switzerland I» und «Befleckte Westen» wird vielleicht das eine oder andere Ratsmitglied aufwecken.

Zu Dank verpflichtet bin ich denjenigen Freunden, welche mir trotz meiner vorübergehenden Illiquidität und meinen erworbenen schlechten Namen seinerzeit uneingeschränkt mit Rat und Tat zur Verfügung standen, insbesondere den Herren Willy Frommenwiler aus Sursee und Dr. Alberto Ferrari aus Zürich.

Interessant werden die Folgen der Veröffentlichung dieser 2. Ausgabe des Buches «Dallas in Switzerland» sein. Zweifellos werden gegen mich Prozesse wegen übler Nachrede eingeleitet. Bis 2022 geschah diesbezüglich nichts.

Kennt der eine oder andere Leser die Aussprüche "Wahrheit stört, wenn Lüge überzeugt" oder "Einmal Wahrheit - zehnmal Lüge = Lüge überzeugt"? Sie stammen aus dem Dritten Reich. Nun, ich habe dem Leser die Wahrheit unterbreitet.

Schlussendlich kommen wir doch noch zu etwas Positivem. Ohne alle durchgemachten negativen Erfahrungen wäre die VRS - Technologie nie entstanden. So hoffe ich, dass die VRS -Technologie im Interesse der Natur erhalten bleibt.

Freunde haben mich vor dem Veröffentlichen dieses Buches gewarnt «Herbert, auch wenn Du die Wahrheit schreibst, Du riskierst Dein Leben!». Was sollte ich dazu sagen? Unrecht haben sie nicht. Ich liess an meinen Aufenthaltsorten Kameras nicht nur aussen, auch im Wohnbereich installieren.

Mir ist die Aufklärung der Öffentlichkeit über Zustände in der Justiz, die der Bürger weder kennen noch kaum glauben kann, wichtiger.

Herbert A. Strittmatter


Die Leseprobe. Das Kapitel

Der berufliche Anfang und Bruch mit Konventionen

Eigentlich war von meinen Eltern vorgesehen, mich nach Ablauf der Schule in ein Internat in die Westschweiz zu verfrachten. Französisch muss man können und dort soll das Söhnchen seine erste Fremdsprache erlernen. Aber es kam anders.

An einem schönen Sommersonntag war ein Freund der Familie mit seiner Frau zu Gast. Was der Junge denn nun nach der Schule unternehme, war eine der Fragen. Dieser Familienfreund war ein nicht unbekannter Getreidehändler in Zürich namens Willy Kündig. Ein grosser, eindrücklicher Mann mit einem Charisma, das seinesgleichen suchte. Gut gewachsen, ohne überflüssiges Fett, mit dunkelblonden, nach hinten gekämmten Haaren war er eine eindrückliche Erscheinung. Seine um 33 Jahren jüngere Frau war eine Schönheit. Charmant, nicht eingebildet, kurz gesagt, sie beeindruckte mich. Das war 1952. Das Ehepaar überzeugte an jenem Sonntag Eltern und Sohn, eine kaufmännische Lehre in seiner Firma zu absolvieren.

Warum auch nicht. Als Kaufmann war man unabhängig. Von Getreidekorn zum Nagel konnte

schlussendlich alles verkauft werden. Damit wäre auch seine Existenz gesichert. Allerdings nur, wenn der Bub guttut.

Nun, die Lehre dauerte drei Jahre und verlief recht ereignisreich. Ich lernte Maschinenschreiben, Stenographieren, kaufmännisch Rechnen und natürlich auch, wie man Geschäfte macht. Meine drei Chefs waren tüchtige Angestellte und lernten mich das Handwerk mit allen Tricks, die ich schnell anzuwenden verstand. Die Zeit verging, die Lehrabschlussprüfung nahte und diese bestand ich mit gutem Durchschnitt.

Was nun? Die Tradition der Firma wollte es, dass sich die ehemaligen Lehrlinge ins Ausland begeben, um ihre Sprach- und Berufskenntnisse auszuweiten. So verschlug es mich zuerst nach Strassburg. Mein Vater und meine Mutter - beide kannten meinen neuen Chef durch Willy Kündig - fuhren mit mir nach Strassburg. Nur schon die Reise war ein Erlebnis. Das Auto meines Vaters, ein Alfa Romeo Villa d'Este 1951, war von unwahrscheinlicher Eleganz. Als wir in Strassburg ankamen, mussten wir zuerst meine Schlummermütter suchen. Das Haus fanden wir in der Nähe der Orangerie, heute befindet sich dort das Europaparlament.

Meine Schlummermütter, zwei Schwestern, beide in den 60ern, waren sehr sympatisch, zwar etwas altmodisch und so roch auch die Wohnung. Die eine war rundlich, die zweite spindeldürr, leicht gebückt gehend. Zwei freundliche, ältere Damen. Mein Zimmer, sehr schön und elegant eingerichtet, alles in dunklem Mahagoniholz gehalten, gefiel mir gut. Meine Eltern liessen mich mit meinen Koffern allein, wünschten mir alles Beste und machten sich auf den Heimweg. Da war ich nun mit meinen 18 Jahren. In Strassburg im schönen Elsass. Da gab es sicher viel zu entdecken.

Man schrieb das Jahr 1956. Gespannt war ich auf den ersten Arbeitstag.

Die Büros des Strassburger Getreidehändlers (links vorn mit meinen Eltern, im Vordergrund mein neuer Chef, Marcel Heller) befanden sich ungefähr 10 Minuten ausserhalb des Zentrums. Eine freundliche Dame mit einem Buckel, alles andere als eine Schönheit, nahm sich meiner an. Sie stellte mich dem Bürochef vor, den zwei Sekretärinnen und der Lehrtochter. Der Chef und sein Cousin kamen etwas später. Gehandelt wurde Getreide und Hopfen. Die Hopfenernte stand bevor und man hatte mich zum Lagerkontrolleur auserwählt. Meine Aufgabe war, die Ein- und Ausgänge zu kontrollieren, die Rechnungen an die Bierbrauereien vorzubereiten und darauf zu achten, dass die Lagerarbeiter und Arbeiterinnen ihrer Arbeit nachgingen. Das Lager befand sich ausserhalb von Strassburg, in Brumath. Mit einer Occasionslambretta fuhr ich zu meinem Arbeitsplatz. Der Hopfen wurde in grosse Säcke verpackt und im Lager bis zur Auslieferung gestappelt. Das jeweils momentane Verschwinden von Männlein und Weiblein während der Arbeitszeit liess mich vermuten, dass eine Rauchpause der Grund zur Abwesenheit war. Dem war jedoch nicht so. Die vermeintliche Rauchpause entpuppte sich als Schäferstündchen hinter den Hopfensäcken. Wie konnte ich als Greeenhorn darauf reagieren? Dem Chef erzählen? Nein, das wollte ich nicht. Eine der Sekretärinnen im Büro Strassburg, etwa 23 Jahre alt, immer elegant gekleidet, ihre körperlichen Rundungen stellte sie freizügig zur Schau, lachte, als ich ihr mein Problem beichtete.

Ihre Reaktion kam für mich unerwartet. Im Moment war ich sprachlos. Auf Französisch, mit ihrem eigenen elsässischen Akzent sagte sie "mon cher ami, je vais t'apprendre l'amour et tu verra, ils font bien de s'amuser". Na ja, ich war immer noch jungfräulich und warum nicht ein Versuch mit der Dame, die sich so freizügig anerbot? Sie wohnte in Oberhaslach, etwa eine Fahrstunde von Strassburg, wo ich sie abends traf. Es war ein abenteuerliches Liebesnest, das mir vorgestellt wurde: Ein Bauernhaus. Die Scheune war voll von Heu, im Haus schlief der Mann seinen Rausch aus und sie, die Dame, lotste mich in die Scheune. Das war dann meine erste Liebesnacht, im Heu, mit dem schnarchenden Ehemann im oberen Stock. Seine ehebrechende Frau lag mit mir im Heu. Das ging dann weiter bis zum Tag als der Ehemann zu wenig trank und die abwesende Ehefrau suchte und sie im Heuschober mich umarmend wieder fand.

Das war dann das Ende meiner Strassburger Zeit. Ich musste nach sechs Monaten meine sieben Sachen packen und vor den Rachgelüsten des betrogenen Ehemannes fliehen. Mein Chef verstand meinen plötzlichen Abgang nicht, er war enttäuscht. Sollte ich ihm den Grund erklären, ihm, der jeweils am Mittwoch an die Pariser Börse ging, aber die Reise meistens in der unterhalb der Büros liegenden Wohnung endete, wo er seine Geliebte traf und sich den ganzen Tag mit ihr amüsierte?

Irgendwie konnte ich ihm sein Benehmen nachfühlen. Die vergangenen Kriegswirren waren immer noch präsent. Er - Getreide- und Hopfenhändler jüdischer Herkunft - verlor während der Deutschen Besetzung auf tragische Weise praktisch seine ganze Familie. Den Ort der Exekution seiner Angehörigen zeigte er mir an einem Wochenende. Alle endeten im Schlund eines über 10 Meter tiefen Ziehbrunnens im Garten der elterlichen Villa.

Meine Strassburger Schlummermütter, die beiden Schwestern, erlebten ebenfalls ein trauriges Schicksal. Die eine war Witwe aber kinderlos, die zweite war ebenfalls Wittwe, verlor jedoch den 18jährigen Sohn an der Front in Russland und die Tochter an einem geplatzten Blinddarm.

Im Jahre 2008, 52 Jahre nach meiner Strassburger Zeit, hatte ich immer noch Kontakt mit einem Bekannten, den ich an einem Samstagabend in einem Freiluftdancing in Strassburg kennen lernte. Eine Freundschaft, die ein Leben lang hielt. Auf dem linken Bild André und seine Schwester 1956 und rechts André 2006 mit seiner Frau und mir. André verstarb 2014.

Meine nächste Station war Cossonay, in der Westschweiz. Mein Französisch war schon passabel aber alles andere als perfekt. Die Grands Moulins de Cossonay waren Lieferanten meines Vaters, Mitbesitzer der Teigwarenfabrik "Bonita" in Spreitenbach. Die Grands Moulins de Cossonay lieferten das zur Teigwarenproduktion nötige Hartweizengriess.

Man setzte mich in der Buchhaltung der Mühle als Hilfsbuchhalter ein. Anschliessend durfte ich Rechnungen schreiben und schlussendlich ersetzte ich den erkrankten Speditionschef. Der Umgang mit acht Chauffeuren und ihren Lastwagen war nicht leicht, machte aber Spass. Interessant war vor allem ein Spezialfall: jeden Mittwoch wurden mit einem kleinen Saurer Lastwagen mit Anhänger Walliser Bäckereien mit Mehl beliefert. Der Chauffeur war so sicher am Steuer, dass er problemlos mit 2 Promille Alkohol im Blut chauffierte. Beim Aussteigen wars dann schon schwieriger. Stehen konnte er nicht mehr. Aber Unfälle baute er nie. Selbst im Vollrausch war er immer freundlich; die Polizisten kannten ihn bestens und wenn sie ihn unterwegs betrunken erwischten, wurde er in eine Ausnüchterungszelle verfrachtet und durfte am folgenden Morgen ausgeschlafen mit dem Camion weiterfahren. Bussen gab es keine. Ein "verre de blanc" in der nächsten Kneipe half ihm jeweils wieder auf die Beine.

Nach 1 ½ Jahren zog es mich weiter. Ich wollte italienisch lernen. Ein Getreidespediteur in Genua, Marchesi Lombarda SpA, war mein nächstes Ziel. Die Speditionsfirma war während dem zweiten Weltkrieg die Drehscheibe für den reibungslosen Transport von Getreide aus Übersee nach der Schweiz. Nach dem Krieg wurden vor allem Schweizer Mühlen mit Mais, Weizen und Gerste beliefert. Damit war ich wieder in der angestammten Branche, diesmal im Transportsektor.

Meine Reise nach Genua begann hektisch. Pflichtbewusst, wie meine liebe Mutter war, packte sie meine Koffer und damit ich nicht mit soviel Gepäck reisen musste, schickte sie die Koffer voraus. Nur, in einem meiner Kittel, den sie einpackte, befand sich mein Pass. Ohne Pass nach Italien, das ging nun mal nicht. Was war da zu tun?

Wie überzeugt man einen Beamten in einem Aarauer Passbüro, einem hergelaufenen jungen Mann innert 24 Stunden einen zweiten Pass auszustellen? Der erste war im Koffer auf der Reise und ohne Pass in der Hand war an einen Grenzübertritt nicht zu denken. Der Beamte, ein etwa 30jähriger, schwarzhaariger, schlanker junger Mann hörte sich meine Geschichte an. Sein Blick sagte schon genug. Na, Junge, erzähl den Quatsch wem du willst, aber doch nicht mir! Er sagte es nicht, aber dass er so dachte, sagte mir sein Gesichtsausdruck. Ich liess nicht locker. Nach gut drei Stunden hatte ich ihn soweit. Mit meinem Ehrenwort, den sich im Koffer nach Genua reisenden Pass nach meiner Ankunft unverzüglich, aber wirklich unverzüglich an ihn persönlich, aber an seinen Namen, nicht einfach ans Passbüro, zu retournieren, stellte er mir einen neuen Pass aus. Das nennt man Flexibilität der Behörden!

Mit diesem nagelneuen Pass in den Händen bestieg ich in Zürich den Zug Richtung Mailand - Genua. Nach meiner Ankunft in Genua löste ich mein Ehrenwort ein. Ich sandte den Kofferpass an die persönliche Adresse meines Passausstellers in Aarau. Ein Kompliment an jene Generation Beamte!

Meine genueser Schlummermutter an der Via Caffaro erwartet mich mit Ungeduld. Wieder ein Schweizer in ihrem Haus. Sie war sich an Schweizer Stagiaire gewohnt, ich war bereits der fünfte im Laufe der letzten Jahre. Die Dame war weit über siebzig. Eine Filmrolle in einem Fellinifilm wäre ihr gutgestanden. Einssiebzig gross, vollbusig, rundlich, mit blondem schütterem Haar, einer dicken Brille, knallrot geschmickten Lippen und gepflegten Fingernägeln, so empfing sie mich überschwänglich. Kaffee und Kuchen standen auf dem Tisch.

Nach einer guten Stunde hätte ich ihre Lebensgeschichte gekannt, wäre mein Italienisch besser gewesen. Die Photos, die sie mir zeigte, waren über 30 Jahre alt. Ich sah eine elegante

Dame mit einem überdimensionierten Hut in tropischer Umgebung, auf Kreuzfahrtschiffen, auf Parties, kurz, sie war eine Dame von Welt.

Jetzt war sie allein, die Glanzzeiten waren hinter ihr, ihre Welt war nun ihre Wohnung und schweizer Stagiaire. Mein Typ war sie nicht. Ihre Gewohnheit, mir am Morgen Kaffee und Gebäck im Negligé ans Bett zu bringen, sagte mir nicht zu. Ein eiversüchtiger Ehemann wäre diesmal kein Hindernis gewesen, der Altersunterschied war aber doch etwas zu gross. So erfüllte sich der innigste Wunsch der ehemals eleganten Dame nicht. Ich suchte das Weite und sie einen neuen, liebenswilligeren Stagiaire.

Meine neue Bleibe fand ich in einer Pension. Die Betreiber, ein Ehepaar in den mittleren Jahren, ehemals Hoteliers und verarmt, nahmen sieben Pensionäre auf. Wir waren zwei Schweizer, ein Norweger und vier Römer. Die Römer lernten uns den südländischen Akzent, indem sie uns jeweils aus Zeitungen Artikel vorlesen liessen, uns korrigierten und versuchten, unseren "accento Svizzero" zu "römisieren". Die regelmässigen Bordellbesuche der Burschen aus dem südlichen Süden brachten jedoch auch Probleme mit sich. Zweimal musste die ganze Pension desinfiziert werden. Welche Bazillen oder Viren sich einschlichen, wussten wir nie.

Unsere Pokerpartien, die uns manche schlaflose Nacht bescherten, bleiben unvergesslich. Als römische Staatsbeamte, die in Genua in verschiedenen Administrationen arbeiteten, verdienten sie wenig, und ihre Pokergewinne, wenn auch nie hoch, sie waren sicher willkommen.

Meine Arbeit in der Speditionsfirma war interessant. Aller Anfang war für mich recht schwer. Der Direktor verlangte anlässlich der Anstellung Kenntnisse der italienischen Sprache. Meine Kenntnisse beschränkten sich anfänglich auf "si" und "no", "buon giorno" und "buona sera". Das war's dann auch. Es gelang mir, mein Manko so schnell auszugleichen, dass weder der Direktor noch sein Vize meine Schummelei erkannten. Ich ging zur Schule, wo ich mir meine eigene Lehrerin, sie war gerade in Scheidung, erkämpfte. Nach einem Jahr machte ich die Sprachprüfung und siehe da, ich schloss von allen Schweizern am besten ab.

Die Büros meines Arbeitgebers befanden sich in einem alten Genueser Palast in der Nähe des Hafens. Die Decken waren wie in einer Kirche mit religiösen Bildern bemalt. Für mich eine völlig neue Umgebung. Auf der einen Seite kulturell angehaucht, auf der andern Seite war die Kultur dort zu Ende, wo Zollbeamte oder Hafenbehörden unseren Direktor oder den Vizedirektor besuchten um entweder Schmiergelder für die preferenzielle Behandlung einer zu verzollenden Partie entgegen zu nehmen oder ehemalige Nutten vorbeikamen, die ihrem ex Kunden, dem Herrn Vizedirektor, anstelle von Liebesdiensten Kravatten zu verkaufen versuchten. Die Damen waren zu bedauern. Dritte Zähne waren zu teuer, sie schwatzten ohne, und wie! Die Wortschwälle, Geschichten von früher, wie schön es doch war und "ti ricordi quella sera, eravamo in tre..." liegen mir heute noch in den Ohren. Auch Fellinis Filme wiedergaben diese farbige Realität.

Die Zollbeamten verkauften gestohlene Zigaretten, Radiolini, die ersten kleinen, Batterie betrieben Radios - sie waren damals der absolute Verkaufshit - und schämten sich nicht. Sie verdienten so wenig, dass sie auf eine Gehaltsaufbesserung in der geschilderten Form angewiesen waren. So wusch die eine Hand die andere.

Das Leben in dieser faszinierenden Stadt machte mich zum Kamäläon. Ich wurde Italiener. Mein fremdländischer Akzent verschwand zusehends, mein Schnauz wurde schwarz - natürlich unnatürlich nachgeholfen - die Haare länger und die Kleidung passte ich den Gepflogenheiten der Italiener an. Meine Überlegung, mich in Italien niederzulassen, drückte sich schon darin aus, dass ich auf der Präfektur eine Aufenthaltsbewilligung für "tempo indeterminato" verlangte, also für immer und ewig. Diese erhielt ich dann auch. Die ökonomischen Verhältnisse hielten mich von diesem Schritt dann allerdings ab. Zudem wollte ich noch Englisch lernen.

So schloss ich mit schwerem Herzen meine Genueser Zeit ab. Fast zwei Jahre verbrachte ich in Genua. 1960, kurz vor Abschluss meines Aufenthaltes, lernte ich ein nettes junges Mädchen kennen. Sie war damals erst 14, also noch etwas jung für ein Abenteuer. Als ich wegen einer Grippe der Arbeit fernblieb und das Bett in der Pension hütete - das Mädchen half der Patronne - ging während eines Nachmittags die Tür auf. Wer schlof in mein Bett? Dieses hübsche, in mich verliebte 14jährige Mädchen. Ich erklärte ihr freundlich, dass das eben nicht geht und bat sie, das Zimmer zu verlassen. Sie verliess mich etwas traurig.

30 Jahre danach kontaktierte sie mich telefonisch aus Rom - sie fand mich über meine Eltern an meinem damaligen Wohnort - und bat mich, sie in Lugano zu treffen.

Und das nach 30 Jahren! Gespannt war ich, als ich sie am Bahnhof Lugano erwartete. Kannte ich sie noch? Warum wollte sie mich sehen? Wollte sie Geld? Am Bahnhof angekommen, parkierte ich meinen Porsche zufälligerweise vor ihr. Ich stieg aus und erkannte sie sofort. Dreissig Jahre älter als damals, aber unverkennbar mit ihrem leicht asiatischen Gesichtsausdruck. Elegant gekleidet, mit guter Figur, kaum geschminkt, kurz, eine nette Erscheinung. Die Begrüssung war herzlich. Sie stieg in den Wagen und liess die Katze sofort aus dem Sack. "Trent anni ho sognato di far l'amore con te, adesso basta, non voglio più sognare, ti voglio!" Dreissig Jahre von mir geträumt zu haben, im Traum geliebt zu haben und jetzt wollte sie Tatsachen, damit die Träumerei aufhört! Direkter hätte Luciana, so hiess die Dame, ihren Wunsch nicht äussern können.

Die Reise nach Lugano lohnte sich, sie wollte einfach das nachholen, was sie oder wir vor dreissig Jahren verpassten. Die Zeit verbrachten wir im Hotel Perla in Agno. Glücklich und zufrieden bestieg sie am Tag darauf den Zug zurück nach Rom. Seither habe ich nie mehr etwas von ihr gehört. Ihre Träumerei hat offenbar aufgehört. Wahrscheinlich war das Abenteuer nicht wiederholenswert. Die Antwort ist sie mir schuldig geblieben.

Fehlgeschlagen! 2019 rief sie mich an. Sie sei jetzt Witwe. Ihre Töchter hätte ihre eigenen Familien und sie lebe allein. Sie möchte mich wiedersehen. So trafen wir uns wieder und behielten den freundschaftlichen Kontakt aufrecht.

Aber zurück ins Jahr 1959.

Mein Wunsch, Englisch zu lernen, verstanden mein damaliger Chef in Genua, Urs Stüdeli, meine Eltern und nicht zuletzt mein ehemaliger Lehrmeister, Willy Kündig. Seit meinem Aufenthalt in der Westschweiz konnte ich mir einen Wagen leisten. Auf meinen Fiat 1100 TV war ich recht stolz. Nach meiner Einarbeit in Genua holte ich den Wagen aus der Schweiz nach Genua und wollte ihn auch nach England mitnehmen. Ich hielt es so, wie anlässlich meines Genueser Aufenthalts. Zuerst reiste ich nach England, lebte mich dort ein und flog nach sechs Wochen in die Schweiz zurück, um dann mit meinem 1100 TV über Frankreich nach England zu fahren.

Ein Zimmer fand ich in der Gegend von Muswell Hill, mit der Metro etwa 30 Minuten von der Schule. Unsere Abenteuer beschränkten sich auf Parties. Wir versuchten, wenn immer möglich uns Engländern anzuschliessen. Die Söhne oder Töchter der Vermieter von Studentenbuden waren jeweils stolz, ihre Schweizerbesucher einzuladen. So lernten wir wenigstens Englisch.

Der Englandaufenthalt war eigentlich mehr ein Ferienabenteuer als strenges Arbeiten. Ich hatte mich an der Swiss Mercantile School eingeschrieben. Dort nahm man es nicht so streng. Unser Hauptlehrer, ein Mister Smith, vermittelte uns Schweizern die Grundbegriffe der Sprache. Seine dritten Zähne bewegten sich zusammen mit seiner Oberlippe, ausser, wenn er uns das "THE" beibringen wollte.

Die Mädchen waren in der Minderzahl und so auch von uns Burschen entsprechend umworben. Eine der jungen Damen fragte mich eines schönen Tages, ob ich einer Freundin von ihr einen Gefallen machen würde. Auf meine Frage, um was es denn ging, kam die schüchterne Antwort. "Weißt Du, meine Freundin hat noch nie einen Mann nackt gesehen und hat keine Ahnung, wie das kleine Ding aussieht, wenn es gross ist und was dann passiert. Würdest du ihr das zeigen? Einfach so, ohne sie zu vernaschen?" Na ja, warum auch nicht. So wurde ich zum Anatomieunterrichtslehrer.

Erstaunlich war, dass ich die Zeit unfallfrei überstand. Unsere nächtlichen Autofahrten würden heute nicht nur nicht toleriert, wir würden aus dem Verkehr gezogen. Rote Lichter wurden überfahren, Geschwindkeitsbeschränkungen wurden ignoriert, geparkt wurde überall - man hatte eine Schweizernummer! Die Polizei hielt uns trotzdem verschiedentlich auf, liess uns jedoch ausnahmslos immer wieder gehen. Irgenwie fanden sie Spass an uns, wir waren nicht frech, sondern anständig und unsere Sprüche und Spässe kamen an. Zudem bewegten wir uns immer in der gleichen Gegend, so wurden wir bekannt, kannten die Polizisten und sie kannten uns.

Die Englischprüfung bildete den Abschluss des Studienaufenthaltes. Vor der Heimkehr reiste ich mit einem Schulfreund nach Schottland und Irland und so hatten wir einen Einblick in die Kultur und die Eigenheiten der Inselbewohner.

Mit diesem Englandaufenthalt schloss ich meine Auslanderfahrung ab und kam in die Schweiz zurück. Den Rucksack voll guter Vorsätze. Vorallem wollte ich meinem Lehrchef zeigen, was sein ehemaliger Stift kann. Ich liess mich von ihm wieder anstellen.

Mein alter und neuer Chef, war mir gut gesinnt. Ein Teil seiner Vergangenheit mochte ich nicht so sehr. Er machte ein Teil seines Vermögens während und nach dem zweiten Weltkrieg, zum Teil mit bei ihm deponierten Geldern und Wertsachen von aus den Balkanstaaten stammenden Juden. Wie viele Rückkehrer ihr Geld nach dem Krieg zurück forderten, blieb sein Geheimnis. Immerhin hat er auch vielen Rückkehrern geholfen. An einen erinnere ich mich im Besonderen, ein Herr Poenaru. Er kam aus Brasilien zurück, wo er eine Werkzeugmaschinenfabrik aufbaute und holte sein seinerzeit abgegebenes Köfferchen ab.

Ein zweiter Getreidehändler namens Fleischmann in Zürich half in gleicher Weise vielen vor den Nazis geflüchteten Juden.

Die Geschäfte während und kurz nach dem Krieg waren, wenn auch nicht immer lupenrein, doch interessant. Die Landesversorgung mit Futtermitteln musste in irgendeiner Weise sichergestellt werden. Diese Aufgabe wurde von der Eidgenossenschaft selbst übernommen. Die ausführende Behörde war entweder die Eidgenössische Getreideverwaltung (EGV) beim Brotgetreide oder die Genossenschaft für Getreide und Futtermittel (GGF), für Futtergetreide oder andere Futterrohstoffe.

In den Balkanstaaten wurde recht viel gekauft; das war für den dort sehr gut bekannten Willy Kündig leichte Beute: er war ein guter Einkäufer. Sei es, dass er über Wien mit dem Orientexpress nach Budapest oder Bukarest reiste, sei es, dass er mit seinem MG Cabriolet bis nach Budapest fuhr, er war immer ein gern gesehener Gast bei Firmen, die Futtermittel anboten. Er offerierte den damals teils schon staatlichen Verkaufsstellen eine Prämie, wenn sie die mit der offiziellen Schweiz abgeschlossenen Verträge nicht erfüllen würden. Dieser Fall traf dann auch häufig ein. Herr Kündig kaufte die Ware selbst und der Schweizer Staat musste diese zu einem höheren Preis von seiner Firma erwerben. So einfach war das, aber eben wirksam. Tricks dieser Art konnte man nur mit ausgezeichneten Beziehungen erfolgreich durchführen, und diese hatte mein charmanter Chef.

Ich hatte Gelegenheit, das Getreide- und Futtermittel-handelsgeschäft zu erlernen. Mir wurde viel Freiheit gelassen und ich konnte in einer anderen Zeit als mein Chef seine Hochs erlebte, meine eigenen Ideen verwirklichen und erlebte meine Art von Hochs.

Mit 25 wurde ich zum Prokuristen befördert und durfte eine eigene Abteilung aufbauen. Nach drei weiteren Jahren wurde ich zur Gefahr der bestandenen Mitarbeiter: meine Abteilung machte über fünfzig Prozent des Umsatzes mit entsprechendem Gewinn. Damit war eine interne Konfrontation mit den alteingesessenen Herren vorprogrammiert.

Aus was bestand die Arbeit und was brachte den Erfolg? Das Kunststück bestand darin, täglich festzustellen, wer in der Mühlenbranche welche Ware für welchen Zeitpunkt zur Produktion von Mischfutter brauchte. Oder noch besser, wie man mit Rohstoffen, welche man zur Verfügung hatte, den besten Preis erzielen konnte.

Der Monat Mai 1967 war für mich nicht unbedingt ein Wonnemonat. Die personellen Probleme in der Firma spitzten sich zu. Geschäfte, welche zum Teil ungewöhnlich erfolgreich verliefen und anderseits als besonders risikoreich beurteilt und damit eigentlich nur ungern als erfolgreich eingestuft wurden, gaben zu unangenehmen Diskussionen Anlass. Es kam dann schlussendlich so, wie es kommen musste, ich kündigte meine Stellung und wurde nach einer Aussprache mit dem Inhaber und seinen Führungskräften fristlos entlassen. Für die Firma selbst sicher die beste Lösung. Ich hatte meine Freiheit und die Mitarbeiter hatten einen internen Konkurrenten los.

Die Prominenz ging bei Willy Kündig ein und aus. Mit meinem Absprung begab ich mich ins Abseits. Ich war ohne Kapital, ohne Mitarbeiter und doch, mein Wissen, meine Lieferanten und meine Kundschaft waren auch Kapital. Ich sage vielleicht zu Unrecht "meine Kundschaft", "meine Lieferanten". Ich hatte die Beziehungen aufgebaut, ausgebaut und damit war es eben mein Kapital, so interpretierte ich jedenfalls die Situation.

Die nachfolgenden Kapitel:

  • Der clevere Banker
  • Bau und Baukredite
  • Unsere Geschäftstätigkeiten mit ausländischen Niederlassungen
  • Landbesitzer Emil Knoblauch in 13. Generation
  • Selbstmord eines entlassenen Bankers
  • COS Baden - die Umsatzbolzer
  • Zurück ins Jahr 1997
  • Seelische Folterung
  • Und weiter geht's im Kanton Luzern
  • ...und von Luzern ins Bündnerland
  • Der ärztliche Todesengel und die ungeliebte Geliebte
  • Der feine Herr Notar
  • Der Vormund, ein Reinfall
  • Das Konkursamt Oberentfelden
  • Wenn Damen zu Hyänen werden 
  • Erfahrung + Risiko + Disziplin = Erfolg
  • Die VRS - Technologie

und wie ging es nach der Veröffentlichung des Buches weiter?